Verwaltungskostenpauschalen bei Wohnraummiete sind unzulässig

Vermieter können in Wohnraummietverträgen keine "Verwaltungskostenpauschalen" berechnen. Ein Vermieter hatte neben der Nettomiete und Betriebskostenvorauszahlung eine "Verwaltungskostenpauschale" in Höhe von 35€ im monat verlangt. Eine derartige Vereinbarung ist nach § 556 IV BGB unwirksam. Als Betriebskosten können nur die in der Betriebskostenverordnung aufgezählten Kostenpositionen als umlagefähig vereinbart werden. Verwaltungskosten können nach § 1 II Nr. 1 BetrKV aber gerade nicht umgelegt werden. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Vermieter diese im Mietvertrag offen ausweist.

BGH, Urteil v. 19.12.2018 - VIII ZR 254/17

Praxistipp: Wenn ein Vermieter die Verwaltungskosten auf die Mieter abwälzen möchte, so muss er dies in seiner Nettomiete mit einkalkullieren.